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18 sierpnia 2021
#stopturow
 

Der IPCC-Bericht lässt daran keinen Zweifel: Turów muss bis spätestens 2030 stillgelegt werden

Am 9. August 2021 veröffentlichte der Zwischenstaatliche Ausschuss der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (IPCC) seinen Bericht. Polnische Nichtregierungsorganisationen haben einen offenen Brief an den Vorsitzenden des polnischen Energiekonzerns mit einer Aufforderung an den Minister für Staatsvermögen und den Minister für Klima und Umwelt geschickt. Sie fordern sofortige Maßnahmen zum Schutz der Zukunft Polens. Heute wissen wir, dass die Gewährleistung einer sicheren Zukunft für uns und unsere Kinder bedeutet, dass ein Termin für die Schließung des Bergwerks und des Kraftwerks Turów entsprechend den Leitlinien des Berichts festgelegt werden muss.

Der am Montag veröffentlichte IPCC-Bericht macht eines deutlich: Die Zeit des Aufschiebens von Veränderungen ist längst vorbei. Unsere Zukunft hängt von den Maßnahmen ab, die wir jetzt ergreifen. UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat betont, dass die OECD-Länder ab dem nächsten Jahr keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen und bis 2030 vollständig aus der Kohle aussteigen müssen.

Dies ist ein klares Signal an Länder wie Polen, das vergisst, dass es durch seine Zugehörigkeit zur OECD kein armes Land mehr ist. Ein Festhalten an der Kohle über das Jahr 2030 hinaus bedeutet, dass wir alle (auch die Menschen in Ländern, die viel ärmer sind als Polen) zu den tragischen Folgen der Klimakatastrophe verurteilt sind, deren Vorgeschmack wir heute schon sehen: längere Dürreperioden, Brände, Überschwemmungen, Versauerung der Meere, Anstieg des Meeresspiegels usw.

Die Regierung kann nicht länger so tun, als ginge uns das Problem nichts an. In der Zwischenzeit wurde der IPCC-Bericht in keiner Weise erwähnt, weder von der PGE noch von Vertretern der polnischen Regierung. Im offiziellen Bericht des Ministeriums für Klima und Umwelt[1] ist kein Wort über die Maßnahmen zu finden, die Polen in naher Zukunft ergreifen wird, um die Treibhausgasemissionen des Stromsektors zu reduzieren.

In der Stellungnahme, die der Redaktion der "Gazeta Wyborcza" zugesandt wurde, verweist das Ministerium unter anderem auf das "Fit for 55"-Paket der Europäischen Union. Sie erwähnt jedoch nicht, wie sie die in dem Paket enthaltenen Anforderungen erfüllen will, denn die Regierung plant weiterhin stur die Förderung von Steinkohle bis 2049 und von Braunkohle (aus der Grube Turów) bis 2044.

- Der IPCC-Bericht lässt daran keinen Zweifel: Der Betrieb von Turów muss bis spätestens 2030 eingestellt werden. Außerdem müssen die Kosten für die Stilllegung des Kraftwerks Turów und des Bergwerks im Jahr 2026 analysiert werden. Deshalb fordern wir die PGE und die polnischen Politiker auf, eine verantwortungsvolle Haltung einzunehmen. Im Fall von Turów wurden viele schlechte Entscheidungen getroffen, aber es ist noch nicht zu spät für Änderungen - kommentiert Kuba Gogolewski, Projektkoordinator der Stiftung "Entwicklung JA – Tagebau NEIN". - Weder die Regierung noch PGE haben bisher auch nur eine Analyse der Kosten für die Schließung des Turów-Komplexes bis 2026 oder 2030 vorgelegt. Wir wissen auch nichts über Pläne, Turów an NABE zu übertragen. Wir kennen auch nicht den Zeitpunkt für den Ausstieg aus der Kohle, der mit dem wissenschaftlichen Konsens über das Klima vereinbar ist.

In der Stellungnahme, die der Redaktion der "Gazeta Wyborcza" zugesandt wurde, verweist das Ministerium unter anderem auf das "Fit for 55"-Paket der Europäischen Union. Sie erwähnt jedoch nicht, wie sie die in dem Paket enthaltenen Anforderungen erfüllen will, denn die Regierung plant weiterhin stur die Förderung von Steinkohle bis 2049 und von Braunkohle (aus der Grube Turów) bis 2044.

- Der IPCC-Bericht lässt daran keinen Zweifel: Der Betrieb von Turów muss bis spätestens 2030 eingestellt werden. Außerdem müssen die Kosten für die Stilllegung des Kraftwerks Turów und des Bergwerks im Jahr 2026 analysiert werden. Deshalb fordern wir die PGE und die polnischen Politiker auf, eine verantwortungsvolle Haltung einzunehmen. Im Fall von Turów wurden viele schlechte Entscheidungen getroffen, aber es ist noch nicht zu spät für Änderungen - kommentiert Kuba Gogolewski, Projektkoordinator der Stiftung "Entwicklung JA - Tagebau NEIN". - Weder die Regierung noch PGE haben bisher keine Analyse der Kosten für die Schließung des Turów-Komplexes bis 2026 oder 2030 vorgelegt. Wir wissen auch nichts über Pläne, Turów an NABE zu übertragen. Wir kennen auch nicht den Zeitpunkt für den Ausstieg aus der Kohle, der mit dem wissenschaftlichen Konsens über das Klima vereinbar ist.

- Wissenschaftler machen deutlich, dass Länder wie Polen bis 2030 vollständig aus der Kohle aussteigen müssen. Die Region Bogatynia hat keine Zeit zu warten oder neue Arbeitsplätze für die Beschäftigten von PGE zu schaffen. Der zu diesem Zweck geschaffene EU-Fonds für den fairen Übergang kann bei einer solchen Transformation helfen, aber ohne ein klares Datum für die Schließung von Turow - früher als 2044 - hat die Region keine Chance, diese Mittel zu erhalten - betont Katarzyna Kubiczek, Projektkoordinatorin beim ökologischen Verband EKO-UNIA.

- Die Welt ist am Kochen, und die Klimakrise vernichtet das Leben auf unserem Planeten. Der IPCC-Bericht gibt uns Hoffnung, dass es noch möglich ist, das schwarze Szenario zu vermeiden, vorausgesetzt, wir steigen schnell aus der Kohleverbrennung aus. Deshalb haben wir PGE GiEK - Eigentümer u.a. des Tagebaus und des Kraftwerks in Turów - verklagt und werden im Gerichtssaal fordern, dass der Konzern bis spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt - ergänzt Katarzyna Guzek von Greenpeace.

BRIEF ZUM HERUNTERLADEN:  https://rozwojtak-odkrywkinie.pl/publikacje

Photo: Turow_credit_Greenpeace_Ruben Neugebauer_1(2)

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